Katarina Millowitsch: Die Tochter von Willy Millowitsch ging ihren eigenen Weg

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Katarina Millowitsch gehört zur berühmten Kölner Theaterfamilie Millowitsch, schlug beruflich jedoch einen deutlich anderen Weg ein als ihr Vater Willy oder ihre Geschwister Peter und Mariele. Die 1947 geborene älteste Tochter von Willy und Gerda Millowitsch arbeitete im Schuldienst und wurde 2008 von der ARD als Oberstudienrätin vorgestellt. Gleichzeitig blieb das Theater ein Teil ihres Lebens: Sie spielte in Fernsehproduktionen, gehörte zum Umfeld des Theater im Bauturm, übernahm zeitweise eine Theaterleitung und gründete in den 1990er-Jahren eine eigene Kölner Bühne.

Katarina Millowitsch im Überblick

MerkmalInformation
NameKatarina Millowitsch
Weitere NamensformenKatarina Eisenlohr-Millowitsch, Katharina Eisenlohr, Katharina Millowitsch
Geburtsjahr1947
VaterWilly Millowitsch
MutterGerda Millowitsch, geb. Feldhoff
GeschwisterPeter, Susanne und Mariele Millowitsch
Beruflich dokumentiertOberstudienrätin
Weitere TätigkeitenSchauspiel, Regie und Theaterleitung
Bekannte Produktionen„Zwangseinquartierung“, „Zwei Dickköpfe“, „Das Glücksmädel“, „Tante Jutta aus Kalkutta“

Der Landschaftsverband Rheinland nennt Katarina als erstes der vier Kinder von Willy Millowitsch und Gerda Feldhoff. Nach Katarina, Jahrgang 1947, wurden Peter 1949, Susanne 1953 und Mariele 1955 geboren.

Aufgewachsen in einer der bekanntesten Theaterfamilien Kölns

Der Name Millowitsch war bereits lange vor Katarinas Geburt eng mit dem Kölner Theater verbunden. Das Portal Rheinische Geschichte datiert die nachweisbare Geschichte der Familie in Köln bis ins Jahr 1792 zurück. Aus einem Stockpuppentheater entwickelte sich über mehrere Generationen ein professioneller Bühnenbetrieb.

Katarinas Vater Willy Millowitsch übernahm 1940 die Leitung des Familientheaters. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte er sich zu einem der bekanntesten deutschen Volksschauspieler. Ein entscheidender Schritt war die Fernsehübertragung von „Der Etappenhase“ am 27. Oktober 1953. Das Stück war die erste Live-Übertragung aus einem deutschen Theater; zahlreiche weitere TV-Übertragungen machten das Millowitsch-Theater weit über Köln hinaus bekannt.

Katarina wuchs damit in einem Umfeld auf, in dem Schauspiel, Proben und Theaterbetrieb zum Familienalltag gehörten. Trotzdem machte sie die Schauspielerei nicht zu ihrem alleinigen beruflichen Mittelpunkt.

Ihr beruflicher Weg führte in den Schuldienst

Während Peter Millowitsch später die Theatertradition fortführte und Mariele Millowitsch eine umfangreiche Karriere als Schauspielerin entwickelte, wählte Katarina einen akademisch geprägten Berufsweg.

Eine offizielle ARD-Ankündigung zur Sendung „Beckmann“ vom 15. Dezember 2008 führt sie als Katarina Eisenlohr-Millowitsch. Bei dem gemeinsamen Fernsehauftritt waren alle vier Kinder Willy Millowitschs eingeladen. In der Sendung wurde Katarina als Oberstudienrätin vorgestellt.

Auch eine philosophische Promotion ist in bibliografischen Verzeichnissen dokumentiert. Unter dem Namen Katarina Eisenlohr, geborene Millowitsch, wird eine Arbeit mit dem Titel „Die Krise des Ästhetizismus. Die Begründung der subjektiven Ästhetik durch Kant und ihre Fortführung bei Schopenhauer“ geführt.

Damit unterschied sich ihr Hauptberuf deutlich von der klassischen Schauspielkarriere, ohne dass sie die Bühne vollständig hinter sich ließ.

Katarina Millowitsch als Schauspielerin

Katarina Millowitsch wirkte bereits in jungen Jahren in Fernsehproduktionen mit. In der Filmdatenbank IMDb sind vier Schauspiel-Credits verzeichnet. 1964 spielte sie in „Zwangseinquartierung“ die Rolle der Helene Ellermann. Ein Jahr später war sie in „Zwei Dickköpfe“ als Lotte Knopf zu sehen; dort erscheint ihr Name als Katharina Millowitsch.

Später folgten „Das Glücksmädel“ von 1984 und „Tante Jutta aus Kalkutta“ von 1990. Für die letztgenannte Produktion ist sie auch in einer Besetzungsdokumentation des Millowitsch-Theaters als Lenchen aufgeführt.

Ihre Filmografie ist damit vergleichsweise überschaubar. Sie zeigt jedoch, dass die häufige Einordnung Katarinas als Familienmitglied ohne eigene Bühnentätigkeit zu kurz greift.

Ein eigener Platz in der Kölner Theaterszene

Besonders interessant ist Katarina Millowitschs Arbeit außerhalb des unmittelbaren Familientheaters.

Beteiligung am Theater im Bauturm

Das Theater im Bauturm entstand 1983 an der Aachener Straße in Köln. Eine Rückschau der Kölnischen Rundschau nennt Katharina Eisenlohr, geborene Millowitsch, ausdrücklich als eine der Personen, die zu den damaligen Betreibern der Spielstätte gehörten.

Damit engagierte sich Katarina in einem Theater, das organisatorisch und künstlerisch einen eigenen Weg verfolgte und nicht einfach eine Fortsetzung des berühmten Millowitsch-Hauses war.

Theaterleitung und Regie

1993 übernahm Katarina Eisenlohr-Millowitsch zeitweise die Leitung eines Kölner Theaterhauses. Die heutige Chronik von Theater&Ehrenfeld nennt sie ausdrücklich als kurzzeitige Leiterin.

Auch als Regisseurin lässt sie sich nachweisen. Der berufliche Lebenslauf des Schauspielers Richard Hucke nennt Katharina Eisenlohr als Regisseurin einer Inszenierung von „Einer flog über das Kuckucksnest“ am Urania Theater in Köln in den Jahren 1993 bis 1994.

Die Gründung der Freien Kammerspiele

Eine besonders gut dokumentierte Station folgte 1996. Die taz berichtete damals, Katarina Eisenlohr habe in Köln ein eigenes Theater gegründet: die Freien Kammerspiele.

Die neue Bühne sollte am 7. Dezember 1996 mit Goethes „Stella“ eröffnen. Der geplante Spielplan setzte vor allem auf literarische Werke. Für die erste Spielzeit waren außerdem Anton Tschechows „Der Kirschgarten“ und die Dada-Produktion „Franz Müllers Drahtfrühling“ von Kurt Schwitters angekündigt. Ein festes Ensemble war aus finanziellen Gründen zunächst nicht vorgesehen.

Das Programm unterschied sich deutlich von den volkstümlichen Schwänken, für die das Millowitsch-Theater berühmt geworden war. Katarina Eisenlohr entwickelte damit ein eigenes künstlerisches Profil innerhalb der Kölner Theaterlandschaft.

Auch spätere Theaterbiografien bestätigen Produktionen der Freien Kammerspiele. Für 1997 wird Katarina Eisenlohr beispielsweise als Regisseurin von Carlo Goldonis „Mirandolina“ geführt.

Wichtige Stationen ihres Lebens

JahrEreignis
1947Geburt als ältestes Kind von Willy und Gerda Millowitsch
1964Rolle in „Zwangseinquartierung“
1965Lotte Knopf in „Zwei Dickköpfe“
1983Beteiligung am frühen Theater im Bauturm
1984Mitwirkung in „Das Glücksmädel“
1990Mitwirkung in „Tante Jutta aus Kalkutta“
1993Zeitweise Leitung eines Kölner Theaterhauses
1993/94Regie bei „Einer flog über das Kuckucksnest“
1996Gründung der Freien Kammerspiele Köln
2008Gemeinsamer „Beckmann“-Auftritt mit ihren drei Geschwistern
2018Teilnahme am Abschied des von der Familie geführten Millowitsch-Theaters

Beim letzten Abend des von Peter Millowitsch geführten Theaters im März 2018 waren auch dessen Schwestern Mariele, Susanne und Katarina Eisenlohr anwesend. Damit war Katarina auch beim Ende einer jahrzehntelangen Phase der Millowitsch-Theatergeschichte dabei.

Warum findet man Katarina auch als Katharina Eisenlohr?

Bei der Recherche nach Katarina Millowitsch erscheinen mehrere Schreibweisen desselben Namens.

In der ARD-Ankündigung zur Sendung „Beckmann“ heißt sie Katarina Eisenlohr-Millowitsch. Die Kölnische Rundschau verwendet Katharina Eisenlohr, geborene Millowitsch. Beim Film „Zwei Dickköpfe“ erscheint wiederum der Credit Katharina Millowitsch.

Die Varianten Katarina Millowitsch, Katharina Millowitsch, Katarina Eisenlohr und Katarina Eisenlohr-Millowitsch können deshalb bei historischen Quellen auf dieselbe Person verweisen.

Häufige Fragen zu Katarina Millowitsch

Wer ist Katarina Millowitsch?

Katarina Millowitsch ist die älteste Tochter des Kölner Schauspielers und Theaterleiters Willy Millowitsch und seiner Frau Gerda. Sie wurde 1947 geboren, arbeitete als Oberstudienrätin und war zugleich in verschiedenen Bereichen des Kölner Theaterlebens tätig.

Ist Katarina Millowitsch Schauspielerin?

Sie hat mehrfach als Schauspielerin gearbeitet. Zu ihren dokumentierten Produktionen gehören „Zwangseinquartierung“, „Zwei Dickköpfe“, „Das Glücksmädel“ und „Tante Jutta aus Kalkutta“. Die Schauspielerei war jedoch nicht ihr hauptsächlicher beruflicher Weg.

Ist Katarina Millowitsch die Schwester von Mariele Millowitsch?

Ja. Katarina, Peter, Susanne und Mariele sind die vier Kinder von Willy Millowitsch und Gerda Feldhoff. Katarina ist die älteste der vier Geschwister.

Was war Katarina Millowitsch von Beruf?

Die ARD stellte sie 2008 als Oberstudienrätin vor. Daneben beschäftigte sie sich intensiv mit Theater und übernahm unter anderem Aufgaben als Schauspielerin, Regisseurin, Theaterbetreiberin und Theaterleiterin.

Hat Katarina Millowitsch promoviert?

Ja. Bibliografisch dokumentiert ist eine philosophische Dissertation von Katarina Eisenlohr, geborene Millowitsch, zur Ästhetik bei Immanuel Kant und Arthur Schopenhauer.

Hat Katarina Millowitsch ein eigenes Theater gegründet?

Ja. Die taz berichtete 1996 über die Gründung der Freien Kammerspiele in Köln durch Katarina Eisenlohr. Die Bühne sollte mit Goethes „Stella“ eröffnet werden.

Fazit

Katarina Millowitsch nahm innerhalb der bekannten Kölner Theaterfamilie einen eigenständigen Platz ein. Ihr Berufsleben konzentrierte sich nicht auf Film und Fernsehen, sondern verband akademische Bildung und Schuldienst mit kontinuierlichem Engagement für das Theater. Von frühen Fernsehrollen über das Theater im Bauturm und eigene Regiearbeiten bis zur Gründung der Freien Kammerspiele reicht ein Werdegang, der deutlich über ihre familiäre Verbindung zu Willy Millowitsch hinausgeht.

siehe auch : Dirk Galuba Ehefrau: Wer ist Enrica Casalino und wie lernte das Paar sich kennen?

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